Traveler’s Notebook Passport vs. Ro-Biki Note

Liebhaber von kompakten Notizbüchern stoßen auf der Suche nach dem perfekten Begleiter früher oder später auf zwei japanische Ikonen. Auf der einen Seite steht das weit verbreitete Traveler’s Notebook in der Passport-Größe und auf der anderen Seite das etwas speziellere Ro-Biki Note in der kleinen Ausführung.
Oft stellt sich vor dem Kauf die entscheidende Frage nach der Kompatibilität und den genauen Unterschieden dieser beiden Formate. Während sie auf den ersten Blick fast identisch wirken, offenbaren sich bei genauerer Betrachtung feine Nuancen in Größe, Haptik und vor allem beim Papier.
Die exakten Maße
Ein genauer Blick auf die Abmessungen der eigentlichen Hefte zeigt eine fast perfekte Übereinstimmung. Die originalen Einlagen für das Traveler’s Notebook weisen eine Höhe von 124 Millimetern und eine Breite von 89 Millimetern auf. Das ist der Standard, an dem sich die meisten Nutzer orientieren.
Das Ro-Biki Note in der Passport-Version kommt im direkten Vergleich auf eine Höhe von 125 Millimetern und eine Breite von 88 Millimetern. Die Abweichung beträgt folglich lediglich einen einzigen Millimeter in der Höhe und Breite. Das Ro-Biki ist somit minimal höher und gleichzeitig einen Hauch schmaler als das Standard-Refill der Traveler’s Company. In der täglichen Handhabung ist dieser Unterschied jedoch kaum wahrnehmbar und beeinträchtigt die Nutzung nicht.
Unterschiedliche Konzepte beim Cover
Trotz der ähnlichen Abmessungen verfolgen die Hersteller unterschiedliche Philosophien. Das Traveler’s Notebook ist als modulares System konzipiert. Es besteht aus einer robusten Lederhülle, in die schlichte Papierhefte mit einem Gummiband eingespannt werden. Die Original-Refills besitzen meist nur einen einfachen Kartoneinband, da sie primär für die Nutzung innerhalb der Lederhülle gedacht sind.
Das Ro-Biki Note hingegen funktioniert hervorragend als eigenständiges Notizbuch. Sein charakteristisches Merkmal ist der Einband aus gewachstem Papier. Dieses spezielle Material entwickelt durch die Nutzung Knicke und eine Patina, die optisch an Leder erinnert, aber dennoch die Leichtigkeit von Papier behält. Zudem setzt Ro-Biki auf eine langlebige Fadenheftung im Gegensatz zu den meist getackerten Standard-Einlagen.
Die Papierqualität
Ein entscheidender Unterschied für Vielschreiber liegt im verwendeten Papier. Traveler’s Company verwendet für die Standard-Einlagen das renommierte MD Paper. Dieses Papier genießt Kultstatus, da es absolut tintenfest ist und Füllfederhalter nicht ausfransen lässt. Es hat einen leichten Gelbstich und eine griffige Oberfläche, die dem Nutzer ein angenehmes Feedback beim Schreiben gibt. Man spürt den Stift förmlich über das Papier gleiten.
Yamamoto Paper, der Hersteller der Ro-Biki Notes, geht einen etwas anderen Weg. Hier kommt oft ein Papier zum Einsatz, das als New Chiffon Cream bekannt ist. Auch dieses Papier ist cremefarben und exzellent für Füllfederhalter geeignet. Im Vergleich zum MD Paper fühlt es sich jedoch oft noch etwas glatter und weicher an. Die Tinte steht hierbei sehr schön auf der Oberfläche, was Farben oft noch etwas leuchtender erscheinen lässt. Wer es also extrem glatt mag, wird das Ro-Biki lieben, während Fans von leichtem Widerstand eher beim MD Paper bleiben.
Fazit zur Kompatibilität
Die Kombination dieser beiden Welten ist für viele Nutzer besonders reizvoll. Aufgrund der nahezu identischen Maße passt das kleine Ro-Biki Note hervorragend in die Lederhülle des Traveler’s Notebook Passport. Nichts steht über und das Heft sitzt sicher unter dem Gummiband.
Wer also das glattere Papier oder die Vintage-Ästhetik des gewachsten Ro-Biki-Covers bevorzugt, kann dieses bedenkenlos als Alternative zu den regulären Einlagen verwenden. Es ist eine der einfachsten Möglichkeiten, das eigene Notizbuch-Setup optisch und haptisch aufzuwerten.